Die
Residenzstraßen-Strecke
Franz-Neumann-Platz
(Am Schäfersee) - Paracelsus-Bad
Am 27.April 1987
wurde diese nördliche
Verlängerung der U8 ab Osloer Straße eröffnet.
Bereits seit den 50er Jahren ist eine U-Bahnstrecke in den äußersten Norden Berlins vorgesehen. Doch dachte man damals an
eine gradlinige Streckenführung von Wedding nach Wilhelmsruh.
Später dann, als das Märkische Viertel entstand, beabsichtigte
man eine Verlängerung dieser Strecke bis dorthin zu bauen. Um
1978 erfolgte eine Trassenverschwenkung um auch den Ortskern von
Wittenau mit erschließen zu können. Der erste Abschnitt
umfasste die Strecke bis zum Ortskern von Reinickendorf. Diese
Strecke umfasst drei Bahnhöfe und schließt an der Osloer
Straße an die vorhandene U8 an. Mit dem Bau wurde im September
1980 begonnen.
Die U-Bahn folgt zunächst ab Osloer Straße der Schwedenstraße
und erreicht an der Pankower Allee den Bahnhof
Franz-Neumann-Platz (Am Schäfersee). Dieser Bahnhof liegt in
leichter Kurvenlage. Die U-Bahn folgt anschließend der
Residenzstraße und erreicht in Höhe der Emmentaler Straße den
Bahnhof Residenzstraße. Unmittelbar hinter diesem Bahnhof folgt
eine scharfe Linkskurve wobei einige Wohnhäuser unterfahren
werden. Im Verlauf der Lindauer Allee erreicht die U-Bahn den
Endbahnhof Paracelsus-Bad.
Die Bahnhöfe:
U-Bhf Franz-Neumann-Platz |
Alle drei Bahnhöfe entstanden nach Plänen von Senatsbaudirektor Rümmler. Typisch für Rümmler sind auch diese Bahnhöfe, wie die 1980/84 entstandenen Bahnhöfe der U7 nach Spandau, recht farbenfroh. Am Franz-Neumann-Platz wurde das Thema Schäfersee in die Gestaltung einbezogen, mit seiner Parklandschaft. Die Bahnhofswände werden geziert durch Bäume und Vögel. Deutlicher noch als bei den Spandauer Bahnhöfen wurde die Bahnsteigplatte in die Architektur einbezogen: ein stark kontrastierendes Rastermuster in Erdtönen ziert den Bahnsteig. Die Mittelstützen sind rot, dunkelgrün und gelb verkleidet.
U-Bhf Residenzstraße |
Thema dieses Bahnhofes: Die Residenz Berlin. Die Wände wurden
mit hellbraunen Fliesen verkleidet, die vergilbtem Papier nahe kommt. Auf den
Wandflächen sind Stadtbildnisse Berlins aus der
Festungszeit dargestellt. Gewisse Ähnlichkeiten um Bahnhof Zitadelle (U7)
lassen sich nicht leugnen.
U-Bhf Paracelsus-Bad |
In diesem Bahnhof wurde das Thema "Badehaus" verarbeitet. Die Wände sind weiß gehalten, während der Bahnsteig dagegen dunkel gehalten wurde. Auffallend sind die Lampenkörper, die wie (eckige) Tropfsteine im Stil des Art Deco von der Decke ragen. Die Mittelstützen sind mit schwarzen und weißen Fliesen verkleidet.
Alle Bahnhöfe
erhielten Mittelbahnsteige und Zugänge an jeweils beiden Enden
der Bahnhöfe.
Anschlußberichte:
Die Wittenauer U-Bahn , Die
Pankstraßen-Strecke
Hermannstraße - Wittenau
Weitere Abschnitte dieser Linie:
U8: GN-Bahn (Südlicher Abschnitt) - GN-Bahn (Nördlicher Abschnitt) - Pankstraßen-Strecke - Residenzstraßen-U-Bahn - Wittenauer U-Bahn |