Berlins U-Bahnhöfe


 

Kurfürstenstraße
U1 < Nollendorfplatz (520 m) <
Richtung Uhlandstraße
U1 > Gleisdreieck (885 m) >
Richtung Warschauer Straße

Entlastungslinie

BVG-Kürzel: Kus
24. Oktober 1926 eröffnet
Bezirk
Mitte von Berlin (Tiergarten)

Dieser Bahnhof entstand als Unterwegshalt zwischen Gleisdreieck und Nollendorfplatz, um die Gegend Kurfürstenstraße und Potsdamer Straße zu erschließen. Allerdings befindet sich dieser Bahnhof in unmittelbarer Nachbarschaft des 1902 eröffneten Bahnhof Bülowstraße, der sich auf der parallel verlaufenden Westlichen Stammstrecke befindet. Grenander gestaltete diesen Bahnhof architektonisch sehr ähnlich dem Nachbarbahnhof Nollendorfplatz und den Bahnhöfen der GN-Bahn, ja er hat sogar Parallelen zu den Bahnhöfen der 1930 eröffneten Linie E. So erhielt er grau-violette Fliesen, die im Mauerwerksverband angeordnet waren. Somit besaß dieser Bahnhof große Ähnlichkeiten zum Bahnhof Nollendorfplatz. Dennoch war nicht zu übersehen, dass Grenander hier einen sehr zweckbetonten Bahnhof entwarf, der weitestgehend auf jeden Zierrat verzichtete.

Dennoch ist es bedauerlich, dass die BVG diesen Bahnhof Mitte der 80er Jahre komplett renovierte, leider auf eine sehr schlichte Art: Es wurden schlichte pastellfarbene Fliesen an die Wände montiert - mehr nicht. Das Ganze soll einen postmodernen Eindruck, wirkt aber irgendwie ehr wie Badezimmer.

Zu diesem Bahnhof bleibt noch zu erwähnen, dass er drei Ausgänge erhielt, die den zwei Vorhallen vorgelagert sind. Der östlichen Vorhalle schließt sich ein längerer Gang zwischen den Gleisen an, an dessen Ende sich der dritte Ausgang befindet. Der Gang dient der Unterquerung der schon damals stark befahrenen Potsdamer Straße.


östliche Vorhalle


Gang unter der Potsdamer Straße


Zugang in der Pohlstraße

U1 < Nollendorfplatz (520 m) < U1 > Gleisdreieck (885 m) >

Alle Aufnahmen:
Berliner-Untergrundbahn.de
Januar 2008